| Bei der Fuchsräude (Sarcoptes-Räude) handelt es sich um eine ansteckende Hauterkrankung, die durch parasitische Milben der Gattung Sarcoptes (Sarcoptes scabiei) ausgelöst wird. Ferner kann es noch zu eitrigen Sekundärinfektionen kommen, die das Krankheitsgeschehen komplizieren. In der Veterinärmedizin spielt die Sarcoptes-Räude insbesondere beim Schwein und beim Hund eine Rolle. Weitere empfängliche Tierarten sind Rind, Schaf und Kamel. Von den einheimischen Wildtierarten ist besonders der Rotfuchs betroffen. Epidemieartige Ausbrüche sind bislang nur bei sozial lebenden Tieren wie dem Fuchs oder dem Wolf aufgetreten (gemeinsame Benutzung der Baue, Leben im Rudel). Bei vorwiegend solitär lebenden Arten wie Bär, Luchs und Marder konnten bislang nur Einzelfälle registriert werden. Beim Menschen äußert sich die Krankheit(Pseudoscabies) durch juckende kleine Pusteln, besonders an den Beinen und am Bauch. Während die Krankheit bei Wildtieren tödlich verläuft, gibt es für infizierte Haustiere und Menschen erfolgreiche Therapiemethoden.
|
|
Fuchsräude
|


