Fuchsräude

Bei der Fuchsräude (Sarcoptes-Räude) handelt es sich um eine ansteckende Hauterkrankung, die durch parasitische Milben der Gattung Sarcoptes (Sarcoptes scabiei) ausgelöst wird.
Als Leitsymptom gilt hochgradiger Juckreiz. Vermehrte Schuppenbildung ist anfangs an den Ohrrändern, dem Augenbogen und am Nasenrücken, also im Kopfbereich zu beobachten. Auch Extremitäten – besonders Ellbogen u. Sprunggelenk, Unterbauch und Schenkelinnenseiten und die Rute (Schwanz) sind häufig betroffen. In späteren Stadien kommt es zur Verdickung und Faltenbildung der Haut, sowie zu Krustenbildung, in deren Bereichen die Haare entweder abbrechen oder ausfallen, was in den veränderten Hautbezirken zu haarlosen Stellen führen kann.

Ferner kann es noch zu eitrigen Sekundärinfektionen kommen, die das Krankheitsgeschehen komplizieren. In der Veterinärmedizin spielt die Sarcoptes-Räude insbesondere beim Schwein und beim Hund eine Rolle. Weitere empfängliche Tierarten sind Rind, Schaf und Kamel. Von den einheimischen Wildtierarten ist besonders der Rotfuchs betroffen.

Epidemieartige Ausbrüche sind bislang nur bei sozial lebenden Tieren wie dem Fuchs oder dem Wolf aufgetreten (gemeinsame Benutzung der Baue, Leben im Rudel). Bei vorwiegend solitär lebenden Arten wie Bär, Luchs und Marder konnten bislang nur Einzelfälle registriert werden.

Beim Menschen äußert sich die Krankheit(Pseudoscabies) durch juckende kleine Pusteln, besonders an den Beinen und am Bauch.

Während die Krankheit bei Wildtieren tödlich verläuft, gibt es für infizierte Haustiere und Menschen erfolgreiche Therapiemethoden.